Das eBook Angewandte Mikroelektronik wurde von Hans Lohninger zur Unterstützung verschiedener Lehrveranstaltungen geschrieben. Weitere Informationen finden sie hier.


Drehkondensator

Für Abstimmzwecke ist es manchmal notwendig veränderbare Kondensatoren zur Verfügung zu haben. Obwohl eine einstellbare Kapazität auch durch Varaktor-Dioden erzielbar ist, gibt es nach wie vor Anwendungen bei denen man auf den klassischen mechanischen Drehkondensator nicht verzichten will (besonders wenn es um eine hohe Güte des Kondensators geht).

Drehkondensatoren bestehen aus einem parallelen Satz an Metallplatten, die kammförmig ineinandergreifen. Die Metallplatten sind abwechselnd rotierbar und fixiert. Durch Drehen des Rotorpaketes werden die sich gegenüberstehenden, wirksamen Kondensatorflächen des Kondensators verändert. Die meisten Drehkondensatoren arbeiten mit Luft als Dielektrikum, es gibt aber auch Vakuumausführungen, die eine höhere Durchschlagfestigkeit aufweisen.

Trimmkondensatoren (auch Trimmer genannt) unterscheiden sich von Drehkondensatoren nur durch ihre kleinere Bauart und durch schwerer verdrehbare Rotorplatten. Die Einstellung erfolgt mit einem Schraubenzieher. Der Kapazitätsbereich von Trimmern ist klein, sie werden daher meistens nur zum Feinabgleich auf bestimmte Kapazitätswerte eingesetzt.


Last Update: 2011-06-21